Neues Blog über EWIV / New Blog on EEIG

DE / Es gibt ab sofort ein neues Blog nur zu Fragen rund um die europarechtliche Kooperationsform der Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV). Die Website dazu, http://www.ewiv.eu, erfährt dadurch eine wertvolle Aktualisierung. Gleichzeitig wird die bisherige „F.A.Q.“-Rubrik auf der Website viel stärker aktualisiert und gleichzeitig der ständigen Mitwirkung der Leser unterworfen. Das Europäische EWIV-Informationszentrum will damit zum Einen die europäische Leserschaft (im Blog wird auf Deutsch, Englisch, Französisch und evtl. in weiteren Sprachen geschrieben) jeweils gleichzeitig und aktuell informieren, und gleichzeitig kann das Zentrum, das sicherlich über eine geballte Kompetenz verfügt, eben diese Kompetenz weitergeben.

Das Blog ist erreichbar unter: http://ewivinfo.wordpress.com

Wenn Sie sich dort ständig anhängen, bleiben Sie aktuell informiert über Bewegung in EWIV-Recht und -Besteuerung.


EN / There is a new blog from now, on questions around the European legal cooperation form of the European Economic Interest Grouping (EEIG). The Website http://www.ewiv.eu, will be enriched significantly. At the same time our „F.A.Q.“ column on this Website will be kept on a more topical basis and also subject to readers‘ feedback and participation. The European EEIG Information Centre wants, at the one hand, to inform its European readership (there are German, English, French and possible other languages in the blog) in an equal and topical way. At the same time the Centre which undoubtedly has a lot of competence can pass on just this competence.

The blog can be viewed under: http://ewivinfo.wordpress.com

If you stay attached you’ll remain informed permanantly about movements in EEIG law and taxation.

Advertisements

Ertragssteuern und Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)

Unser Blog verzeichnete in den letzten Wochen immer wieder Aufgriffe auf einige ältere Hinweise auf Workshops des Europäischen EWIV-Informationszentrums, einen  losen Zusammenschluss von EWIV-Experten aus Recht, Wirtschaftswissenschaften, Steuerlehre und dies aus mehreren EU-Ländern. Die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV – auf Deutsch, in den anderen 24 EU-Amtssprachen entsprechend) ist eine EU-weite Kooperations-Rechtsform aufgrund EU-Recht und wird in der EU-Verordnung 2137/85 geregelt (dieser Text und viele andere Informationen können auf http://www.ewiv.eu abgerufen werden). Um unseren Blog-Lesern Anrufe zu ersparen, hier einige grundlegende Informationen:

  1. Wie erwähnt, ist eine EWIV eine Kooperations-Rechtsform zur transnationalen Zusammenarbeit, also mindestens zwischen zwei Mitgliedern aus zwei verschiedenen EU-Staaten (+ die drei EFTA-Staaten des EWR: Liechtenstein, Island und Norwegen). Das heisst: Wer keinerlei leicht, etwa mit Dokumenten nachweisbare europäische Kooperation nachweisen kann, sollte auch keine EWIV gründen bzw  betreiben. Die Gefahr ist sonst groß, dass die Finanzämter (die in der EU ständig besser grenzüberschreitend zusammenarbeiten) feststellen, dass einer der Mitglieder eine „leere Hülse“ darstellt (Zitat aus einer baden-württembergischen Außenprüfung, wo eine deutsche GmbH mit ihrem spanischen Partner, einer Comunidad de bienes auf Mallorca, keinerlei Zusammenarbeit pflegte). Die Folge kann sein, dass bis zur Verjährungsgrenze (also mindestens 10 Jahre retrospektiv) die EWIV rückabgewickelt werden kann. Dies also zum sog. Transnationalitätserfordernis, das allerdings bei den wenigsten Finanzämtern bekannt und bewusst ist – allerdings von den Finanzgerichten aufgegriffen werden könnte. Es kann damit gerechnet werden, dass dies in den nächsten Jahren allgemein bewusst werden könnte und dann entsprechend zurück geprüft wird.
  2. Eine EWIV hat immer Unternehmereigenschaft (vgl. auch das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen von 1988 zur EWIV, ebenfalls auf http://www.ewiv.eu). Das bedeutet, dass eine EIWV, die ja auch in  den Handelsregistern Abt. A in Deutschland eingetragen wird (und somit als Personengesellschaft gilt, die im Übrigen keine Publizitätspflicht kennt), z.B. den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) des HGB unterliegt. In der Praxis – durchaus sanktioniert von Finanzämtern in Deutschland – genügt eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung, bei Umsätzen bis 500.000 EUR jährlich, oder bei einfachen Buchungsvorgängen. Erst ab diesem Limit muss man eine (Handels-)Bilanz anfertigen.
  3. Eine EWIV darf keinen Gewinn aufweisen – dies steht in den meisten Gründungsverträgen und ergibt sich auch aus Art. 40 der EU-VO (die eigentlich EWG-Verordnung heisst, da sie im ersten Entwuf 1970 angefangen wurde, aber der Einfachheit halber hier EU-VO genannt wird). Dieser Art. 40 besagt, dass eventuelle Überschüsse der EWIV nicht bei dieser zu versteuern sind, wenn sie an die Mitglieder aufbezahlt werden. Diese Mitglieder müssen dann diese Einnahmen (aus Beteiligung z. B.) versteuern, wo auch immer sie sitzen. Dabei können diese Auszahlungen über das Jahr verteilt oder auf einmal erfolgen, und sie können nach Köpfen oder „asymmetrisch“ erfolgen (also entsprechend Projektanteilen, nach Messgrössen wie z. B. Umsatz, Mitarbeiter o. ä.).
  4. Eine Möglichkeit aber ist auch die Bildung von Rücklagen, die bei der EWIV als „Reservefonds“ bezeichnet werden. Diese sollten in einem Rücklagenbeschluss genauer bezeichnet werden, z. B. …. EUR für ein Seminarzentrum am Lago di Garda etc. Aber auch zukünftige Kosten wie z. B. die Anschaffung von Pkw, die Webseite, allgemeine Bürokosten usw. können Gegenstand von derartigen Rücklagen sein. Derartige Rücklagen sind selbstverständlich von den Finanzämtern zu akzeptieren – dies geschieht auch. Wenn allerdings eine EWIV stets Jahresumsätze von 150.000 EUR generiert und dann plötzlich eine Million auf dem Rücklagenkonto aufweist, ist dies erklärungsbedürftig bzw. muss schlüssig erklärt werden können. ACHTUNG: Die deutschen Steuerbehörden akzeptieren derzeit mehr und mehr Investitionsrücklagen. So ist seit 2016 beim Investitionsabzugsbetrag (IAB) nicht mehr obligatorisch (und dieser endet bei 200.000 EUR), einzelne Wirtschaftsgüter einzeln zu benennen. Voraussetzung ist eine Steuererklärung per Datenübertragung.
  5. So gesehen, bezahlt eine EWIV also – bei korrekter Buchhaltung – weder Körperschafts- noch Gewerbesteuer. Voraussetzung hierfür ist aber, wie erwähnt, dass der Jahresabschluss der EWIV „null auf null“ ausgeht. Wo im Übrigen EWIV Gewinne ausweisen (manchmal geschieht dies, weil unwissende Steuerberater oder Buchhaltungsbüros dies so ausweisen, zum Teil auch aufgrund veralteter IT-Programme), müssen sie diese versteuern. Gleichzeitig machen sie sich auch automatisch zum IHK-Mitglied (mit allen Beiträgen) und bei der Kommune gewerberegisterpflichtg, wovon sie ansonsten befreit bleiben.
  6. Ansonsten bleibt eine EWIV natürlich steuerpflichtig bei allen anderen Steuern, z. B. Lohnsteuer, Kfz-Steuer, Grundsteuer, Grunderwerbssteuer, aber auch Umsatzsteuer. Sie ist in diesem Zusammenhang als ganz normales Unternehmen anzusehen.
  7. Wir machen sicherlich auch in 2017 einen oder mehrere Workshops zu diesem Thema und werden hierauf hinweisen. Wir werden auch in den nächsten Tagen ein Blog nur für EWIV-Fragen eröffnen, wo in qualifizierter Weise auf Fragen eingegangen wird – und nicht, wie seltsame Unternehmensberater implizieren, auf „Null-Steuern mit EWIV“ oder ähnlichen Unsinn.

Zwischenzeitlich stehen wir gerne zur Verfügung, falls es für präzise Fragen nötig sein sollte. Unsere E-Mail: ewiv@libertas-institut.com. Und wir können auf 25 Jahre Erfahrung und mehr als 330 gegründete EWIV zurückschauen.

Hans-Jürgen Zahorka, Assessor jur.

Leiter des Europäischen EWIV-Informationszentrum, http://www.ewiv.eu

 

 

 

„… mit Europa Steuern sparen“ – Seminar am 20.5.2016 in Köln zur günstigen Rechtsform der EWIV

EWIV heißt Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, geregelt in der EU-Verordnung 2137/85 und innerhalb der EU in Kraft seit 1.7.1989. Trotz des über 25jährigen Bestehens dieser Rechtsform scheint die EWIV immer noch recht unbekannt zu sein. Das ist ungerecht, sagt das Europäische EWIV-Informationszentrum bei LIBERTAS – Europäisches Institut GmbH. Aber obwohl es sich um EU-Recht handelt, obwohl man mindestens einen Partner im EU-Ausland benötigt, obwohl es vielleicht manchmal Sprachprobleme geben mag: Es gibt trotz allem bald 3.000 EWIV in der EU, mit etwa 16.000 Mitgliedern. Diese können, auch in einer EWIV, Freiberufler, Selbständige, Handwerker, Kapitalgesellschaften, ja sogar Städte, Universitäten oder Industrie- und Handelskammern sein. Man kann sogar als deutscher Gewerbetreibender eine EWIV mit einer selbst gehaltenen ausländischen GmbH haben. Der Zweck ist immer Kooperation, wobei die EU dies sehr weit sieht.

Für eine EWIV ist ein schriftlicher Vertrag nötig. Wer seine Ecken und Kanten kennt, kann von einer Kooperation nur profitieren – Einkaufsvorteile im Verbund, die Erweiterung der Verkaufspalette, das gemeinsame Outsourcing, Austausch von Personal usw. winken. Dazu kommt: eine EWIV zahlt weder Gewerbe- noch Körperschaftssteuer. Dafür darf sie keine Gewinne machen; diese müssen an die Mitglieder abgeführt werden, die das dann wieder bei sich versteuern . allerdings kann sie Rücklagen bilden.

Alles über die EWIV lassen die wohl am besten informierten Kenner dieser Rechtsform in der EU, Deutschland und Italien (auf Deutsch) am Freitag, dem 10. Mai 2016, auf einem intensiven Seminar des Europäischen EWIV-Informationszentrums wissen. Das Seminar findet in Köln statt. Die Einladung und das Programm finden Sie unter http://www.libertas-institut.com/ewiv-informationszentrum/ewivseminar20_5_16/. Die gesamte Website des EWIV-Infozentrums findet man unter http://www.ewiv.eu.

 

 

Neuer EWIV-Workshop am 16.5.14 in Berlin

In welcher Rechtsform sollten Unternehmen, Freiberufler, Vereine usw. in Europa zusammenarbeiten? Eine der möglichen Antworten ist: in der einer EWIV, einer Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung. Von manchen als skurrilste europäische Rechtsform bezeichnet, ist die EWIV zwischenzeitlich zwar ohne Seltenheitswert (mit ca. 2.500 EWIV in der EU, mit insgesamt ca. 16.000 Mitgliedern), aber immer noch meistens Gegenstand von Unkenntnis. Mindestens zwei Mitglieder (egal, welche Rechtsform) braucht man dazu, aus mindestens zwei verschiedenen EU-Ländern (dazu kommen noch die EFTA-Länder minus Schweiz, also Norwegen, Liechtenstein und Island). EWIV bezahlen auch keine Unternehmenseinkommensteuer (in Deutschland also keine Gewerbe- oder Körperschaftssteuer). Ein Instrument, das Unternehmen und dem Dritten Sektor (Vereine, Verbände usw.) viel Geld sparen kann – wenn der Vertrag dies erlaubt sowie das Verhalten der Mitglieder.

Das Europäische EWIV-Informationszentrum bei LIBERTAS – Europäisches Institut GmbH führt am Freitag, dem 16.5.2014, von 10 – 16.30 h, einen Workshop zum Thema „Die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV): „Gründungs-, Rechts- und Steuerfragen der EU-Kooperations-Rechtsform“ in Berlin (Köpenick, pentahotel) durch. Die Referenten: Hans-Jürgen Zahorka, Assessor jur., Leiter des EWIV-Informationszentrum (seit Beginn der 1990er-Jahre), und Dr. Petra Sandner, Vertretungsprofessorin an der Hochschule Merseburg und ebenfalls Expertin für EWIV-Steuerrecht. Hier ist das Programm und die Anmeldeunterlagen: http://www.libertas-institut.com/de/EWIV/16_EWIV_Workshop_Programm_Einladung.pdf.

Näheres zur EWIV (die in jeder EU-Sprache anders heißt!) auch bei http://www.ewiv.eu.

Massnahme pro Durchblick: Workshop zur Kooperationsrechtsform EWIV am 15.3.2013

Nur wenige Unternehmer, Freiberufler, Verbände, Selbständige, Manager, Rechtsanwälte, Steuerberater, Unternehmensberater, Notare wissen, was EWIV heisst. Die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung ist seit 1.7.1989 geltendes Recht in der Europäischen Union, und bis jetzt gibt es ca. 2.400 solcher steuergünstiger, einfach zu handhabenden Strukturen in der EU, mit ca. 16.000 angeschlossenen Mitglliedern. Darunter ist z. B. der Fernsehsender ARTE, das Mont Blanc-Betreibertunnel zwischen Frankreich und Italien, das Wettersatellitensystem Eumetsat usw., zusammen mit vielen kleinen, gut funktionierenden EWIV. Um diese beneiden sogar Unternehmen Nicht-EU-Ländern die EU – aber sie können auch (als assoziiertes Mitglied) mitmachen. Nur wenige wissen, dass eine EWIV keine Gewerbe- und Körperschaftssteuer zahlen muss, also von der Unternehmenseinkommensteuer befreit ist. Dennoch wird sie nur recht selten gegründet; man braucht hierzu nur ein einziges Partnerunternehmen in einem anderen EU-Land. Mit diesem Nicht-Durchblick räumt das Europäische EWIV-Informationszentrum jetzt auf: am 15. März von 13.00 – 17.30 h in Berlin-Köpenick (8 km vom Flughafen Schönefeld), und das zu einem Teilnehmerbeitrag wie zu Zeiten von Ludwig Erhard.

Alle weiteren Informationen: http://www.libertas-institut.com/de/EWIV/EWIV_Workshop_2013_Berlin.pdf